Ampel in der Formel 1: So funktioniert der Rennstart
Die Ampel gibt in der Formel 1 das Startsignal für einen Grand Prix oder Sprint mit stehendem Start. Sobald alle fünf roten Lichter über der Startaufstellung erlöschen, ist das Rennen freigegeben. Bis dahin müssen die Fahrer auf ihren Startplätzen stehen und auf das Signal reagieren.
Wie funktioniert die Formel-1-Ampel?
Nach der Einführungsrunde fahren die Fahrer auf ihre Startpositionen. Sobald alle Fahrzeuge zum Stillstand gekommen sind, beginnt die eigentliche Startsequenz.
Zunächst leuchtet das erste rote Licht auf, anschließend folgen nacheinander vier weitere. Zwischen dem Einschalten der einzelnen Lichter liegt jeweils eine Sekunde. Sind alle fünf roten Lichter an, entscheidet der permanente Starter über den Zeitpunkt des Starts. Dazu werden alle fünf Lichter gleichzeitig ausgeschaltet.
Für die Fahrer bedeutet das: Nicht das Aufleuchten, sondern das Erlöschen der Ampel ist das Startsignal. Ein fester Rhythmus lässt sich dabei nicht einstudieren, weil die Zeitspanne zwischen dem fünften roten Licht und dem Erlöschen der Ampel variiert.
Neben der Reaktionszeit kommt es beim Start auf die richtige Abstimmung von Kupplung und Leistungsabgabe an. Zu viel Schlupf an den Hinterrädern kostet ebenso Zeit wie ein zu vorsichtiger Start. Auch Reifentemperatur, Gripniveau und die Beschaffenheit der jeweiligen Startposition beeinflussen die Beschleunigung auf den ersten Metern.
Was passiert bei einem Fehlstart?
Die Startampel liefert zugleich den zeitlichen Bezugspunkt für einen Fehlstart. Die Autos müssen während der entscheidenden Phase der Startsequenz stillstehen und sich korrekt innerhalb ihrer markierten Startposition befinden.
Ob sich ein Fahrzeug zu früh bewegt hat, wird nicht allein anhand von Fernsehbildern beurteilt. Die Position beziehungsweise Bewegung der Autos kann technisch überwacht werden. Ein Verstoß gegen die Startprozedur kann von den Sportkommissaren mit einer Strafe geahndet werden.
Dabei bedeutet eine minimale Bewegung nicht automatisch einen Fehlstart. Entscheidend sind die im Sportlichen Reglement definierten Kriterien und die Daten, die den Rennkommissaren zur Verfügung stehen.
Wenn der Start abgebrochen wird
Die fünf roten Lichter führen nicht zwangsläufig unmittelbar zum Rennstart. Erkennt die Rennleitung ein Problem, kann die Startprozedur abgebrochen oder eine zusätzliche Einführungsrunde angeordnet werden.
Gründe dafür können beispielsweise ein liegen gebliebenes Fahrzeug, eine gefährliche Situation auf der Strecke oder andere Umstände sein, die einen sicheren Start verhindern. Für solche Fälle sieht das Reglement eigene Signale und Abläufe vor.
Auch bei besonderen Wetterbedingungen kann vom üblichen stehenden Start abgewichen werden. Je nach Situation ist beispielsweise ein Start hinter dem Safety-Car möglich.
Warum sind es fünf rote Lichter?
Die heutige Ampel sorgt für ein einheitliches und für das gesamte Starterfeld gut sichtbares Signal. Das war in der Grand-Prix-Geschichte nicht immer selbstverständlich: Früher kamen je nach Rennstrecke unterschiedliche Startsignale und Lichtsysteme zum Einsatz.
Die fünf roten Startlichter wurden in den 1990er-Jahren zum einheitlichen Standard in der Formel 1. Seither gehört die Sequenz zu den bekanntesten Abläufen eines Grand Prix: fünf Lichter gehen nacheinander an – und erst wenn alle gleichzeitig erlöschen, beginnt das Rennen.
