Reifenwechsel in der Formel 1: So läuft ein Boxenstopp ab
Ein Reifenwechsel in der Formel 1 findet während eines Boxenstopps statt und dauert bei einem problemlosen Ablauf nur wenige Sekunden. Während das Auto stillsteht, werden alle vier Räder gleichzeitig gewechselt.
Wie funktioniert ein Reifenwechsel in der Formel 1?
Der Fahrer hält exakt auf seinem Stellplatz vor der Teamgarage. Das Auto wird vorne und hinten angehoben. An jedem Rad arbeiten mehrere Mechaniker: Die Radmutter wird gelöst, das alte Rad abgezogen, das neue aufgesteckt und anschließend wieder befestigt. Sobald alle Arbeiten abgeschlossen sind und die Strecke in der Boxengasse frei ist, erhält der Fahrer die Freigabe zur Weiterfahrt.
Warum zählt beim Reifenwechsel jede Zehntelsekunde?
Die eigentliche Standzeit ist nur ein Teil des Zeitverlusts. Hinzu kommen das Abbremsen vor der Boxengasse, das vorgeschriebene Tempolimit und das anschließende Beschleunigen. Deshalb kann ein kleiner Fehler beim Reifenwechsel Positionen kosten, während ein schneller und sauberer Stopp strategische Vorteile ermöglicht.
Wann wird ein Reifenwechsel durchgeführt?
Teams wechseln Reifen, wenn deren Leistung nachlässt, eine andere Mischung strategisch günstiger ist oder sich die Wetterbedingungen ändern. Auch Schäden wie ein Reifenschaden oder ein starker Bremsplatten können einen ungeplanten Stopp notwendig machen.
Welche Rolle spielt der Reifenwechsel bei Undercut und Overcut?
Beim Undercut stoppt ein Fahrer früher als ein Konkurrent und versucht, den Vorteil frischer Reifen sofort zu nutzen. Beim Overcut bleibt er länger draußen und setzt darauf, auf den alten Reifen oder mit freier Strecke genügend Zeit zu gewinnen. Der Zeitpunkt des Reifenwechsels kann damit die Reihenfolge verändern, ohne dass ein Überholmanöver auf der Strecke stattfindet.
Seit dem Verbot des Nachtankens während des Rennens steht beim regulären Boxenstopp vor allem der Reifenwechsel im Mittelpunkt. Beschädigte Teile dürfen bei Bedarf ebenfalls ausgetauscht werden.
